Redbubble Alternative: eigener Merch-Shop statt Marktplatz-Gebühren
Redbubble ist ein Print-on-Demand-Marktplatz mit eigener Nachfrage. Dafür gelten Plattformgebühren, eine Preislogik über den Basispreis und marktplatzweite Rabatte. Spreadshop ist ein kostenloser eigener Merch-Shop: Du legst Deine Marge fest und gestaltest Deinen Auftritt. Den Traffic bringst Du allerdings selbst mit.
Dieser Vergleich richtet sich an Künstler, Creator, Vereine und Communities, die ihre Designs verkaufen möchten. Er beantwortet eine konkrete Frage: Lohnt sich die Reichweite eines Marktplatzes – oder passt ein eigener Merch-Shop ohne Plattformgebühr besser zu Deinem Modell?
Hinter Spreadshop steht die Spread Group. Das Unternehmen wurde 2002 in Leipzig gegründet und erzielte 2024 rund 167 Millionen Euro Umsatz. Es betreibt vier Produktionsstätten, davon drei für den europäischen Markt in Deutschland, Polen und Tschechien. Print-on-Demand heißt dabei: Ein Produkt entsteht erst, wenn es bestellt wurde.
Key Takeaways
Redbubble ist ein Marktplatz der Articore Group. Anmeldung und Einrichtung sind kostenlos.
Der Standard-Aufschlag beträgt 10 % auf den Basispreis. Du kannst ihn jederzeit ändern.
Redbubble zieht auf monatliche Bruttoeinkünfte eine Plattformgebühr ein: 50 % im Standard-Tier, 20 % im Premium-Tier und 0 % im Pro-Tier. Pro ist nur auf Einladung verfügbar und richtet sich laut Redbubble an die Top 1 %.
Auf Einkünfte aus dem Margenanteil über 20 % Markup fällt im Standard- und Premium-Tier eine Excess-Markup-Fee von 50 % an. Die Gebühren sind bei 150 USD, 150 EUR oder 150 GBP pro Abrechnungsperiode gedeckelt.
Redbubble steuert Rabatte marktplatzweit. Weil Deine Marge prozentual vom Basispreis abhängt, sinkt sie bei Rabatten mit.
Künstler erhalten keine Kundendaten. Support und Retouren laufen über Redbubble; Retourenkosten tragen Kreative nicht direkt.
Bei Spreadshop setzt Du Deine Marge selbst. Es gibt keine Plattformgebühr auf Deine Vergütung.
Redbubble vs. Spreadshop auf einen Blick
| Kriterium | Redbubble | Spreadshop |
|---|---|---|
| Grundmodell | Print-on-Demand-Marktplatz | Kostenloser eigener Merch-Shop |
| Kosten für den Start | Kostenlos | 0 Euro Setup, keine monatliche Gebühr |
| Vergütungsmodell | Markup in Prozent auf den Basispreis, Standard: 10 % | Kundenpreis minus Basispreis; Marge frei wählbar |
| Plattformgebühr auf Einnahmen | Standard 50 %, Premium 20 %, Pro 0 %; gedeckelt bei 150 je Abrechnungsperiode | Keine |
| Gebühr auf hohe Aufschläge | 50 % auf Einkünfte aus dem Anteil über 20 % Markup, Standard und Premium | Keine |
| Preishoheit | Markup einstellbar; Basispreis kann sich ändern | Marge frei wählbar |
| Rabatte | Marktplatzweit durch Redbubble gesteuert | Eigene Rabatt-Aktionen im Shop |
| Eigene Domain | Nein, Redbubble-Storefront | Ja, Domain kaufst Du selbst bei einem Registrar |
| Reichweite | Marktplatz-Traffic vorhanden | Traffic kommt über Dein Marketing |
| Sortiment | Über 70 Produkte, je nach Markt und Verfahren | Über 350 Produkte auf der EU-Plattform, vier Druckverfahren |
| Produktion für deutsche Bestellungen | Netzwerk von Drittfertigern; einzelne Artikel kommen nur aus den USA | Eigene Standorte in Deutschland, Polen und Tschechien |
| Endkunden-Service | Redbubble | Spreadshop |
| Kundendaten | Keine Weitergabe an Künstler | Checkout und Kundenbeziehung liegen bei Spreadshop |
| Auszahlung | Monatlich ab 10 Euro | Monatlich per PayPal oder Banküberweisung |
| Wettbewerb im Schaufenster | Rund 75 Mio. Designs bei Redbubble und TeePublic zusammen | Nur Dein eigenes Sortiment |
Wie Redbubble funktioniert und was es kostet
Das Marktplatz-Modell
Bei Redbubble kaufen Kundinnen und Kunden auf einer gemeinsamen Plattform. Redbubble wickelt Zahlung, Steuern, Support und Retouren ab. Gedruckt und versendet wird über ein Netzwerk von Drittfertigern.
Das entlastet Dich bei der Abwicklung. Gleichzeitig bestimmst Du nicht den gesamten Auftritt, die Rabatte oder die Kundenbeziehung. Deine Designs stehen neben Millionen weiterer Motive. Redbubble ist vor allem ein Vertriebskanal.
Die Marge: Standardmäßig 10 Prozent
Dein Verdienst entsteht über einen prozentualen Aufschlag auf den Basispreis. Die Rechnung lautet:
Basispreis + Markup = Verkaufspreis
Ein Beispiel aus dem Redbubble Help Center: Bei einem Basispreis von 20 USD und 20 % Markup beträgt die Marge 4 USD. Der Verkaufspreis liegt vor Steuern bei 24 USD.
Der Standard-Aufschlag liegt bei 10 %. Du kannst ihn anpassen. Doch ein hoher Aufschlag führt nicht automatisch zu einem wirtschaftlich besseren Ergebnis. Dafür sind die Account Tiers und die Excess-Markup-Fee entscheidend.
Account Tiers und Plattformgebühr
Redbubble ordnet Accounts einem Tier zu. Die Gebühr berechnet sich auf die monatlichen Bruttoeinkünfte. Sie wird nicht pro Bestellung ausgewiesen, sondern im Abrechnungszeitraum verrechnet.
| Account Tier | Plattformgebühr auf monatliche Bruttoeinkünfte | Zugang |
|---|---|---|
| Standard | 50 % | Regulär |
| Premium | 20 % | Einstufung durch Redbubble |
| Pro | 0 % | Nur auf Einladung |
Laut Redbubble richtet sich die Einstufung unter anderem nach Herkunft der Artworks, Dateiqualität, Consumer Appeal und dem Umgang mit Tag-Spamming. Das Verkaufsvolumen nennt Redbubble ausdrücklich nicht als Kriterium. Redbubble weist außerdem darauf hin, dass nicht jeder Faktor seiner Entscheidung offengelegt werden kann.
Wichtig für einen fairen Vergleich: Redbubble dokumentiert keine Unterschiede bei Sichtbarkeit oder Funktionen zwischen den Tiers. Dokumentiert sind Gebührenunterschiede. Mehr lässt sich daraus nicht ableiten.
Das Pro-Tier ist laut Redbubble invite-only und für die Top 1 % nach Performance und Engagement vorgesehen. Die Auswahl erfolgt einmal pro Jahr.
Excess-Markup-Fee: Der wirtschaftliche Preisdeckel
Im Standard- und Premium-Tier erhebt Redbubble zusätzlich eine Excess-Markup-Fee. Sie beträgt 50 % der Einkünfte aus dem Margenanteil über 20 % Markup. Für Pro-Accounts gilt sie nicht.
Die gesamten Plattform- und Excess-Markup-Gebühren sind je Abrechnungsperiode bei 150 USD, 150 EUR oder 150 GBP gedeckelt. Diese Grenze schützt hohe Umsätze vor unbegrenzten Gebühren. Sie ändert aber nichts an der Logik bei einzelnen höher bepreisten Produkten.
Sachlich gesagt: Hohe Preise durchzusetzen, wird im Standard- und Premium-Tier über 20 % Markup wirtschaftlich weniger attraktiv. Das ist keine technische Preisgrenze. Es ist ein Effekt der Gebührenstruktur.
Rabatte und Basispreise
Redbubble führt marktplatzweite Sales und Bundle-Rabatte durch. Auf der deutschen Website waren zum Abrufzeitpunkt Rabatte von bis zu 40 % sichtbar. Rabatte senken den Basispreis. Da Deine Marge daran hängt, sinkt auch Dein Verdienst je Verkauf.
Dazu kommt: Nach den Nutzungsbedingungen kann Redbubble den Basispreis mit oder ohne Ankündigung ändern. Du kannst Dein Markup zwar anpassen, kontrollierst aber nicht jede Variable der Rechnung. Prüfe Preise deshalb regelmäßig, besonders nach Änderungen im Sortiment oder während großer Rabattaktionen.
Auszahlung
Redbubble zahlt monatlich aus, sobald Dein Guthaben die Schwelle von 10 Euro erreicht. Zuvor lag die Schwelle bei 20 Euro. Vergütung wird erst fällig, wenn eine Bestellung erfolgreich versandt wurde.
Das passt zu einem passiven Nebenverdienst. Wer regelmäßig kalkulieren, Monatsumsätze planen oder Preise stabil halten möchte, sollte die Gebühren, Rabatte und die Auszahlungsschwelle in die eigene Rechnung einbeziehen.
Produktion und Versand nach Deutschland
Für Bestellungen aus Deutschland nutzt Redbubble Drittfertiger unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien, Tschechien und dem Vereinigten Königreich. Einige Artikel, etwa A-Linien-Kleider, Baseball Caps und Bucket Hats, werden nur aus den USA verschickt.
Dadurch können Split Shipments entstehen: Eine Bestellung kommt in mehreren Sendungen an. Das kann Versandkosten und Lieferzeit beeinflussen. Redbubble veröffentlicht keine pauschalen Versandkosten oder Lieferzeiten in Euro. Die konkreten Werte erscheinen erst im Checkout.
Was Spreadshop anders macht
Keine Plattformgebühr auf Deine Vergütung
Bei Spreadshop setzt Du auf den Basispreis Deine eigene Marge. Daraus entsteht der Kundenpreis:
Basispreis + Marge = Kundenpreis
Auf Deine Vergütung fällt keine Plattformgebühr an. Es gibt auch keine dokumentierte Gebühr auf hohe Margen. Damit bleibt die Kalkulation einfacher: Du siehst den Basispreis und entscheidest, wie viel Du pro verkauftem Produkt verdienen möchtest.
Das heißt nicht, dass jeder Preis sinnvoll ist. Deine Community muss ihn akzeptieren. Doch die Entscheidung liegt bei Dir – nicht bei einem Account Tier oder einer Gebühr oberhalb eines bestimmten Markups.
Kostenlos, ohne Abo
Spreadshop ist dauerhaft kostenlos. Du zahlst weder Setup noch monatliche Grundgebühr. Produkte werden erst nach der Bestellung bedruckt. Du brauchst kein Lager und kaufst keine Größen auf Verdacht.
Pink Ribbon beschreibt diesen Punkt so: „Wir sind super zufrieden. Es ging alles sehr schnell und wir konnten mit geringem Aufwand alles einrichten.“ Wichtig war auch, „dass wir nicht an Mindestbestellmengen oder Gebühren gebunden sind“.
Ein eigener Auftritt statt einer Marktplatzseite
Dein Spreadshop ist ein eigener Onlineshop. Du kannst eine eigene Domain verbinden, ein Theme wählen, Kategorien anlegen und Rabatt-Aktionen steuern. Ein Statistik-Dashboard hilft Dir, Verkäufe zu verfolgen. Für Vereine und Initiativen gibt es außerdem einen Non-Profit-Modus.
Die Gestaltung bleibt bewusst schlanker als bei einem vollständig frei programmierbaren Shop. Du arbeitest mit vorgegebenen Themes und hast keinen Code-Zugriff. Dafür musst Du weder Hosting noch Shop-Updates organisieren.
EU-Produktion und deutsche Zahlungsarten
Für den europäischen Markt produziert Spreadshop in Deutschland, Polen und Tschechien. Die Plattform bietet vier Druckverfahren und über 350 Produkte. Dazu zählen T-Shirts, Hoodies, Sweatshirts, Taschen, Tassen und weitere Fanartikel.
In Deutschland stehen PayPal, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Vorkasse und Rechnung ab 150 Euro zur Verfügung. Auf der EU-Plattform sind 11 Sprachen, 7 Währungen und 15 Top-Level-Domains verfügbar.
Endkunden-Service und Retouren inklusive
Spreadshop übernimmt Zahlung, Produktion, Versand und Endkunden-Service. Für viele kleine Teams ist das der praktische Unterschied: Sie möchten Fans Merchandise anbieten, aber keine eigene Support-Inbox und keine Versandprozesse aufbauen.
Es gilt eine Rückgabefrist von 30 Tagen ab Bestelldatum. Ab 40 Euro Bestellwert übernimmt Spreadshirt die Rücksendekosten. Die Bearbeitung dauert in der Regel bis zu sieben Werktage. Bei selbst gestalteten Produkten kommt vorrangig ein Umtausch oder ein Gutschein infrage.
Das Zitat von Land of Hope beschreibt den Nutzen aus Sicht einer Organisation: „Spreadshop macht das möglich, weil wir selbst gar nicht über die Mittel und Logistik verfügen, um eigene Produkte herzustellen und zu verschicken.“
Nachhaltigkeit: Was sich beziffern lässt
Print-on-Demand verhindert Lagerüberproduktion, weil Produkte erst nach Bestellung entstehen. Nach Unternehmensangaben bestehen in Europa über 14 % des Textilsortiments aus nachhaltig produzierten Artikeln. 69 % der Verpackungen in der EU sind biologisch abbaubar oder recycelbar. Spreadshop nutzt biologisch abbaubare Tinten und nennt eine Retourenquote von unter 2 %.
Das sind eigene Angaben der Spread Group. Sie ersetzen keine produktbezogene Zertifikatsprüfung. Wenn bestimmte Siegel oder Materialien für Deine Community wichtig sind, prüfe sie direkt beim jeweiligen Produkt.
Wo Spreadshop schwächer ist
Spreadshop bringt keine fremde Marktplatz-Reichweite mit. Menschen finden Deinen Shop nicht automatisch über die Suche auf einer großen Designplattform. Du brauchst eigene Kanäle: Social Media, Newsletter, YouTube, Events oder eine Website.
Auch die Shop-Individualisierung hat Grenzen. Es gibt Themes und Einstellungen, aber keinen vollständigen Code-Zugriff. Kundendaten und Checkout liegen bei Spreadshop. Wenn Du diese Kontrolle brauchst, passt ein eigener Shop mit einer Fulfillment-Integration wie Spreadconnect besser.
Die Auszahlung braucht ebenfalls Zeit: Spreadshop rechnet den Vormonat bis zum 15. Werktag ab. Danach kann die Überweisung bis zu 15 Werktage dauern.
Der eigentliche Unterschied: Kanal oder Asset?
Ein Marktplatz liefert potenzielle Nachfrage. Dafür akzeptierst Du Regeln zu Gebühren, Preisen, Rabatten und Sichtbarkeit. Dein Shop ist Teil eines großen Schaufensters. Mit rund 75 Millionen Designs bei Redbubble und TeePublic zusammen, mehr als drei Millionen aktiven Creatorn und etwa 10.000 neuen Designs pro Tag ist die Konkurrenz hoch.
Ein eigener Shop ist kein Selbstläufer. Du baust Reichweite auf und lenkst sie aktiv auf Deine Produkte. Dafür steuerst Du Sortiment, Preis, Aktionen und Markenauftritt selbst. Du konkurrierst im Shop nicht direkt mit fremden Motiven.
Redbubble ist ein Vertriebskanal, ein eigener Shop ist ein Vermögenswert.
Das ist keine Aufforderung, Redbubble sofort abzuschalten. Die Redbubble-Lizenz ist nicht exklusiv. Du darfst Deine Designs parallel über Redbubble und Deinen eigenen Shop anbieten. Für viele ist das der pragmatische Weg: Marktplatz für Entdeckung, Spreadshop für die eigene Community.
Total Cost of Ownership: Was von einem Verkauf übrig bleibt
Nicht nur der Verkaufspreis entscheidet. Bei Redbubble wirken Markup, Plattformgebühr, mögliche Excess-Markup-Fee und Rabatte zusammen. Dazu kommen Auszahlungsschwelle, Währungsumrechnung sowie Deine Zeit für Uploads, Titel und Tags.
Redbubble netto = Basispreis × Markup − Plattformgebühr − gegebenenfalls Excess-Markup-Fee
Spreadshop netto = Kundenpreis − Basispreis
Die Formeln vereinfachen bewusst. Steuern und individuelle Kosten kommen je nach Situation hinzu. Sie zeigen aber den Kern: Bei Redbubble hängt Dein Ertrag stärker von Regeln des Marktplatzes ab. Bei Spreadshop steht Deine Marge direkt zwischen Basispreis und Kundenpreis.
Szenario 1: Künstler ohne eigene Reichweite. Der Marktplatz kann sinnvoll sein, weil Deine Designs dort Suchnachfrage erreichen. Rechne aber nach, welche Marge nach den Gebühren bleibt. Ein Parallelbetrieb kann später helfen, erfolgreiche Motive auch im eigenen Shop zu zeigen.
Szenario 2: Creator mit eigener Community. Wer bereits über Videos, Streams, Newsletter oder Veranstaltungen Menschen erreicht, braucht nicht zwingend den Marktplatz als Zwischenstation. Ein eigener Shop macht Preis, Marge und Auftritt planbarer. Marketing bleibt trotzdem Deine Aufgabe.
Für wen eignet sich welches Modell?
Redbubble passt zu Dir, wenn Du …
noch keine eigene Reichweite hast,
eine große Motivbibliothek veröffentlichen willst,
eher auf Volumen als auf hohe Marge setzt,
Nischen- und Long-Tail-Motive testest,
einen passiven Nebenverdienst suchst,
ohne Kapitaleinsatz starten möchtest,
einen zusätzlichen Vertriebskanal neben Deinem eigenen Shop suchst.
Spreadshop passt zu Dir, wenn Du …
schon ein eigenes Publikum erreichst,
Preise und Marge selbst festlegen möchtest,
mit eigener Domain und eigenem Auftritt arbeiten willst,
eine deutschsprachige Zielgruppe ansprichst,
EU-Produktion wichtig findest,
keinen eigenen Kundenservice aufbauen möchtest,
ohne Startkapital und ohne Monatsgebühr loslegen willst,
planbarer kalkulieren möchtest.
Das passt häufig für Creator, Streamer, Podcaster, Musiker, Künstler, Vereine, NGOs, Clubs, Schulen, lokale Communities und E-Sport-Teams. Stefan von Sibberhussum fasst es so zusammen: „Wir geben Lagerung, Druck, Abwicklungen, Zahlungen und den Versand aus der Hand und haben mehr Zeit für Kreativität.“
Use-Case-Matrix
| Use Case | Bessere Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Künstler ohne eigene Reichweite | Redbubble | Der Marktplatz bringt Suchnachfrage mit |
| Creator mit eigener Community | Spreadshop | Freie Marge, keine Plattformgebühr, eigene Domain |
| Premium-Preise durchsetzen | Spreadshop | Bei Redbubble greift über 20 % Markup die Excess-Markup-Fee |
| Planbare Kalkulation nötig | Spreadshop | Kein Tier-System und keine marktplatzweiten Rabatte |
| Sehr breite Motivbibliothek monetarisieren | Redbubble | Ein Upload kann auf vielen Produkten im Marktplatz erscheinen |
| Verein, Schule oder NGO | Spreadshop | Kein Risiko, deutsche Zahlungsarten, Non-Profit-Modus |
| E-Mail-Liste und Wiederkäufer aufbauen | Spreadshop oder Spreadconnect | Redbubble gibt keine Kundendaten heraus |
| Beides parallel betreiben | Redbubble plus Spreadshop | Die Redbubble-Lizenz ist nicht exklusiv |
Weitere Redbubble-Alternativen im Überblick
| Anbieter | Kurzprofil |
|---|---|
| Spreadshop | Kostenloser eigener Merch-Shop mit Produktion, Zahlung, Versand und Endkunden-Service. |
| TeePublic | Print-on-Demand-Marktplatz der Articore Group; ähnlich marktplatzgetrieben wie Redbubble. |
| Society6 | Marktplatz mit Fokus auf Kunst, Wanddeko und Home & Living. Konditionen vor dem Upload prüfen. |
| Zazzle | Marktplatz für personalisierbare Produkte und Designs. |
| Displate | Plattform mit Schwerpunkt auf Metallpostern und Wandkunst. |
| Printify | Print-on-Demand-Netzwerk für bestehende Shops; kein eigener Marktplatz als Kernmodell. |
| Printful | Fulfillment-Anbieter für eigene Shops und Plattform-Integrationen. |
| Fourthwall | Creator-Commerce-Plattform mit Shop- und Monetarisierungsfunktionen. |
| Spreadconnect | Fulfillment-Lösung für bestehende Shops und Integrationen. |
Der Vergleich lautet nicht „Marktplatz gut, Shop schlecht“ oder umgekehrt. Entscheidend ist eine Frage: Brauchst Du fremde Nachfrage – oder bringst Du sie selbst mit?
In fünf Schritten von Redbubble zum eigenen Shop
Verkäufe auswerten. Prüfe, welche Motive sich verkaufen und was nach Gebühren übrig bleibt. Starte mit Deinen stärksten Designs.
Preise neu kalkulieren. Lege eine Marge fest, die zu Produkt, Zielgruppe und Deinem Ziel passt.
Spreadshop einrichten. Lade Designs hoch, prüfe die Druckflächen und wähle Theme sowie Kategorien.
Sortiment schlank starten. T-Shirt, Hoodie, Sweatshirt, Tasse und Tasche sind ein guter Anfang. Ergänze ein oder zwei passende Produkte.
Publikum umleiten – und Redbubble parallel nutzen. Verlinke Deinen Shop in Bio, Newsletter, YouTube-Merch-Regal und Community-Posts. Ein Launch nach einem starken Content-Moment wirkt meist besser als ein Link ohne Anlass.
Spreadshop übernimmt die Abwicklung. Sichtbar machst Du Dein Merchandise selbst. Let’s skip the bla bewirbt neue Designs über Stories, Reels, Bild-Posts und Videos. Das Prinzip ist einfach: Gib Deiner Community einen guten Grund, Dein Motiv zu tragen.
Redbubble bleibt sinnvoll, wenn Du keine eigene Reichweite hast und viele Motive über einen Marktplatz testen möchtest. Dafür akzeptierst Du Gebühren, einen plattformgesteuerten Preisrahmen und fehlende Kundendaten.
Spreadshop passt besser, wenn Du Deine Marge behalten, Preise selbst setzen und einen eigenen Auftritt aufbauen möchtest. Der Shop kostet dauerhaft nichts und übernimmt Produktion, Versand, Zahlung sowie Endkunden-Service. Dafür braucht Dein Shop Dein Marketing.
Der Parallelbetrieb ist oft der pragmatische Mittelweg: Redbubble für Reichweite, Spreadshop als eigener Shop. Die entscheidende Frage lautet nicht, welche Plattform mehr pro Verkauf zahlt, sondern wem der Kunde am Ende gehört.
Häufig gestellte Fragen
Redbubble erhebt je nach Account Tier eine Plattformgebühr auf monatliche Bruttoeinkünfte: 50 % im Standard-Tier, 20 % im Premium-Tier und 0 % im Pro-Tier. Im Standard- und Premium-Tier fällt außerdem eine Excess-Markup-Fee von 50 % auf Einkünfte aus dem Anteil über 20 % Markup an. Die Gesamtgebühren sind pro Abrechnungsperiode bei 150 USD, 150 EUR oder 150 GBP gedeckelt.
Der Standard-Aufschlag beträgt 10 % auf den Basispreis. Du kannst ihn ändern. Von der daraus entstehenden Marge zieht Redbubble abhängig vom Account Tier Plattformgebühren ab. Über 20 % Markup kann zusätzlich die Excess-Markup-Fee greifen.
Redbubble unterscheidet Standard, Premium und Pro. Die Tiers unterscheiden sich laut Redbubble bei den Plattformgebühren. Standard zahlt 50 %, Premium 20 % und Pro 0 %. Redbubble dokumentiert keine Unterschiede bei Sichtbarkeit oder Funktionen zwischen den Tiers.
Die Excess-Markup-Fee beträgt 50 % auf Einkünfte aus dem Teil Deiner Marge, der aus einem Markup über 20 % entsteht. Sie gilt für Standard- und Premium-Accounts, nicht für Pro-Accounts.
Mögliche Gründe sind die Plattformgebühr Deines Tiers, die Excess-Markup-Fee bei Markups über 20 %, marktplatzweite Rabatte und Änderungen am Basispreis. Prüfe Deine Abrechnung und die aktuellen Preise im Artist Dashboard.
Das hängt von Deinem Ziel ab. Ohne eigene Reichweite kann ein Marktplatz sinnvoll bleiben. Wenn Du einen kostenlosen eigenen Merch-Shop mit freier Marge suchst, ist Spreadshop eine passende Alternative: kein Setup und keine monatliche Gebühr.
Nein. Redbubble gibt Künstlern keine Kundendaten aus dem Marktplatz-Checkout weiter.
Für deutsche Bestellungen nutzt Redbubble unter anderem Drittfertiger in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Einige Artikel werden nur aus den USA verschickt. Die konkrete Produktion hängt vom Produkt ab.
Ja. Die Redbubble-Lizenz ist nicht exklusiv. Du kannst Deine Designs parallel auf Redbubble und etwa in Deinem Spreadshop anbieten, sofern Du alle Rechte an den Motiven besitzt.
Ja. Spreadshop ist dauerhaft kostenlos: kein Setup, keine monatliche Gebühr. Du setzt Deine Marge auf den Basispreis und erhältst Vergütung, wenn Produkte verkauft werden. Eigene Ausgaben für Design, Marketing oder steuerliche Beratung können trotzdem entstehen.
Du legst Deine Marge selbst fest. Sie wird auf den Basispreis gerechnet; daraus ergibt sich der Kundenpreis. Deine Vergütung pro verkauftem Produkt entspricht der von Dir festgelegten Marge, vorbehaltlich der geltenden Abrechnung und steuerlicher Pflichten.
Redbubble zahlt monatlich aus, wenn Du mindestens 10 Euro Guthaben erreicht hast. Eine Vergütung wird erst berücksichtigt, nachdem die Bestellung erfolgreich versandt wurde.
Das hängt vom Sperrgrund und den aktuellen Redbubble-Richtlinien ab. Prüfe die geltenden Nutzungsbedingungen und kontaktiere den Redbubble-Support. Sichere außerdem regelmäßig Deine Design-Dateien und Verkaufsdaten außerhalb der Plattform.